Analyse und Optimierung von Routenzügen

Routenzug oder Stapler?

Eine Produktion nach Just-in-time- und Just-in-sequence-Prinzipien stellt hohe Ansprüche an die Materialbereitstellung am Montageband. Um die Bestände an der Linie gering zu halten, werden die transportierten Einheiten immer kleinteiliger, während die Frequenz der Belieferung steigt. Vielerorts geht die Entwicklung deshalb zum getakteten Routenverkehr mit Schleppern als Zugmaschine.

Routenzüge bieten auf den ersten Blick viele Vorteile. Für das Handling zwischen Logistikzug und Montageplatz ist kein weiteres Gerät wie Handhubwagen oder Gabelstapler mehr erforderlich. Gleichzeitig reduziert sich der Stapler-Fuhrpark, der zuvor auch die Versorgung der Linie abgedeckt hat. Insgesamt befinden sich somit deutlich weniger Fahrzeuge im Fuhrpark, was Einsparungen bei Investitions-, Betriebs- und Personalkosten mit sich bringt. Weitere Nutzen sind die gleichzeitige Ver- und Entsorgung von Material und Ladungsträgern, klar definierte Transportrouten ohne Leerfahrten und damit ein geringeres Verkehrsaufkommen in der Produktion.

 

 

 

 

R-06_Routenzug

Nach unserer Einschätzung werden Routenzüge künftig im direkten Produktionsumfeld dominieren, der klassische Stapler wird jedoch in den vor- und nachgelagerten Prozessen seine Bedeutung behalten. Es geht also nicht pauschal um eine "staplerfreie Fabrik", sondern vorrangig um eine "staplerfreie Produktion".

Auslegung von Routenzügen

Ein Teil unserer LogTrek©-Studien zur Auslastungs- und Wegeanalyse wird im Vorfeld der Einführung von Routenzugsystemen durchgeführt. Wir können so wichtige Daten zu Verkehrsströmen, Transportbeziehungen und Anlieferfrequenzen an Bahnhöfen liefern. Ergänzend unterstützen wir bei Bedarf auch bei weiteren Aufgaben im Rahmen der Auslegung von Routenzügen. Unsere langjährige Erfahrung in der Analyse und Simulation von Logistiksystemen ermöglicht uns, die erforderlichen Informationen zum Informations- und Materialfluss sowie dem Layout effizient und strukturiert zu erheben und aufzubereiten.

Die Einführung eines Routenzugs ist zwar häufig eine strategische Entscheidung, allerdings muss allen Beteiligten klar sein, dass es sich nicht um ein einfaches Ersetzen des Transportmittels handelt. Es gilt vielmehr alle vor- und nachgelagerten Prozesse genau zu analysieren und sich vor der Entscheidung für das technische Konzept eines Herstellers über alle Vor- und Nachteile hinsichtlich des physischen Handlings und der Steuerung des Systems Klarheit zu verschaffen.

Monitoring und Optimierung

Unsere LogTrek©-Technologie kann auch zum Monitoring und zur Optimierung bestehender Routenzugsysteme angewandt werden. Unter Einsatz unserer Ortungstechnik können wir die Einhaltung von Routen sowie die Verweilzeiten an einzelnen Bahnhöfen messen. Eine spezielle Variante des Lastsensors zeichnet ergänzend die Präsenz des Fahrers im Fahrzeug auf. Die erhobenen Daten setzen wir in Empfehlungen zur Optimierung des bestehenden Sytems um. Auf Wunsch unterstützen wir auch bei der Konzeption und Einführung dauerhafter Monitoring- und Kennzahlensysteme.